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„Das war ein unfassbar doofes Timing“

SSC-Mittelblockerin Marie Schölzel steckt nach ihrer Fußverletzung schon mitten in der Physiotherapie. Wie lange sie dem Meisterteam fehlen wird, ist noch unklar.

©Eckhard Mai /Marie Schölzel/

 

Dass die Volleyball-Weltmeisterschaft der Damen in Japan ohne sie stattfinden würde, war für Marie Schölzel keine Option, die ihr durch den Kopf ging, nachdem sie am 18. September im Abschlusstraining der deutschen Schmetterlinge mit dem linken Fuß umgeknickt war – „ich hatte ja schon meinen Sitzplatz im Flieger ausgesucht“, erzählt die 21-jährige Mittelblockerin des SSC Palmberg Schwerin. „Ich hatte gehofft, dass es nicht so schlimm ist und ich bis zum ersten Spiel wieder fit bin.“ Doch die Diagnose – „Bänderriss und mehr als nur ein Haarriss im Sprunggelenk“ – ließ diese Hoffnung innerhalb von Stunden platzen.

Die junge Berlinerin kehrte stattdessen in ihre Heimat zurück, begann am Olympiastützpunkt Berlin umgehend mit der Physiotherapie und mit Krafttraining, um den Oberkörper fit zu halten. „Anfangs war der Fuß sehr dick, so dass ich ihn gar nicht bewegen konnte. Inzwischen ist der Knöchel wieder schlanker und es geht besser.“ Krücken und eine Sprunggelenksstütze sind noch einige Wochen Maries Begleiter, dazu täglich eine Stunde Therapie. „Wie lange die Heilung dauert, ist bei jedem Menschen anders, ich weiß also noch nicht, wann ich wieder spielen kann“, so die Volleyballerin. „Ich werde aber auf jeden Fall beim Supercup in Hannover zum Anfeuern dabei sein und spätestens danach wahrscheinlich wieder in Schwerin sein.“ Den konkreten Plan wird man besprechen, wenn die SSC-Gesandtschaft inklusive Trainer Felix Koslowski aus Japan zurück sein wird.

Auch wenn es hart ist, aus der Ferne zuschauen zu müssen: „Bei den Spielen unserer Schmetterlinge fiebere ich immer mit“, sagt Marie Schölzel. „Ich wär echt gern dabei gewesen und hätte mitgeholfen. Es war ein unfassbar doofes Timing für die Verletzung.“ Runterziehen lassen will sich die Blockerin davon aber nicht: „Am Ende gibt es auch keinen passenden Zeitpunkt für sowas. Da bleibt nichts anderes übrig, als nach vorn zu schauen. Es muss weitergehen und es wird weitergehen.“

Als Ersatz im Mittelblock hat der SSC vergangene Woche Beta Dumančić für die kommende Saison wiederverpflichtet. Die Kroatin gehörte bereits 2017/18 zum Team.

Text: Kathrin Wittwer

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