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Den Auftakt nach Maß verpasst

© Barbara Arndt/25 Tore (hier Nikos Passias) reichten gegen den DHK nicht zum Erfolg.

Eine herzliche Umarmung beider Trainer nach dem Spiel, rund 300 wohlgelaunte Fans –  in der Flensburger Idrætshallen herrschte am Samstagabend eine ausgelassene, nahezu familiäre Stimmung. „Wie bei einem Freundschaftsspiel“, kommentierte Stiere-Coach Mannhard „Mücke“ Bech. Und legte gleich nach: „So haben wir auch gespielt!“ Sein Team hatte beim ersten Ligaspiel der Saison 2018/2019 das Nachsehen und unterlag dem DHK mit 27:25. Einige Entscheidungen der Unparteiischen hatte „Mücke“ zu bemängeln. Immerhin hätte das Schiedsrichtergespann jedoch die eigene Linie verfolgt. Den Handballstieren gelang das ganz und gar nicht. Sie fanden nicht zu ihrem Spiel. Von Beginn an taten sich die Schweriner schwer gegen eine bestens eingestellte 6:0-Abwehr der Gastgeber. Mit Jasper Basenau im Kasten des DHK offenbarte sich die nächste Hürde, an der die Würfe der Handballstiere zu oft nicht das Netz erreichten. Ab der 16. Minute, in der Mathias Mark Pedersen (mit sechs Treffern erfolgreichster Werfer der Schweriner) das 6:7 erzielte, gelang es den Stieren trotz lautstarker Unterstützung mitgereister Fans nicht mehr, in Führung zu gehen. Es fehlte einerseits an kreativen Lösungen im Angriff. Andererseits reichte die in Teilen beherzte Abwehrleistung nicht, das Selbstvertrauen auf allen Positionen der Gastgeber zu brechen. So blieben zu viele Chancen ungenutzt. Es war deutlich mehr drin bei diesem Spiel, in dem die Stiere in den letzten 15 Minuten zwar noch einmal Biss zeigten. Einen Vier-Tore-Rückstand (20:16, 42.) konnten sie bis auf ein Tor verkürzen (20:19, 48.; 24:23, 55.; 26:25, 60.). Das Ruder herumzureißen, gelang ihnen nicht.

„Wir sind mit einer anderen Erwartung angereist. 53 Angriffe – wir haben nicht genug Tempo gemacht. Ich bin beeindruckt, mit welcher Leidenschaft unsere Gastgeber im Spiel waren. Wenn sich dazu Spieler wie beispielsweise Sjören Tölle (8 Treffer) gesellen, ist das großartig“, wertschätzte „Mücke“ die gegnerische Leistung. Mit Blick auf die eigene Mannschaft blieb ihm der Erklärungsversuch, dass die schwierige Vorbereitungszeit mit dann auch noch vielen verletzten Spielern nicht zum Optimum reicht. Entgegen der Erwartung kam nach nur zwei Trainingseinheiten Lutz Weßeling zum Einsatz. Er machte seine Sache in kurzer Zeit mit drei Treffern gut, war aber aus Sicht des Trainers zu lange auf der Platte. Gleiches gilt für Jan Kominek, der erst seit kurzem wieder mit trainiert. „Wir sind noch nicht soweit. Ich bin froh über zwei zusammenhängende Trainingswochen bis zum nächsten Spiel“, so Mannhard Bech. Dann geht es nach dem Pokal abermals zum TSV Altenholz und damit in eine sehr schwere Partie.  (ba)

Kominek, Heinemann – Pedersen M.M. 6/1, Grämke 2, Grolla 1, Prothmann 1, Weßeling 3, Barten, Evangelidis, Zufelde 2, Aust 4, Pedersen M. J., Passias 3, Pärt 3
Text: Barbara Arndt
Quelle: http://www.mecklenburger-stiere.de

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