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FC Anker vergaß nur sich selbst zu belohnen – Mbengani verschoss Elfmeter

 

Oberliga Nordost. FC Anker Wismar – Brandenburger SC Süd 2:3 (1:1)

© Bernhard Knothe/Ankerkeeper Jakub Kosiorek bot trotz Verletzung eine starke Partie

Der FC Anker Wismar hat zwar seine dritte Niederlage in Folge einstecken müssen, doch die gezeigten Leistungen lassen in den nächsten Spielen auf ein Ende dieser negativen Serie hoffen. Gegen den Tabellendritten von der Havel musste Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo zwar auf seine vier gesperrten Spieler und die verletzten Torjäger Henry Haufe, Keeper Mauritz Mißner und Abwehrspieler Tom Ney verzichten, doch die Hansestädter boten dem klaren Favoriten einen Kampf auf Biegen und Brechen. Von den Chancenanteilen hatte das Ankerteam ein Plus auf seiner Seite, doch am Ende zählen die geschossenen Treffer. Und da hatten die Südler am Ende der 93. Minuten ein Tor mehr auf der Anzeigetafel stehen.

© Bernard Knothe/Björn Weisenborn schirmt den Ball gegen Hafez Al-Ali ab

Bereits in der 2. Minute klärten die Gäste einen Schuss von Marcel Ottenbreit auf der Linie, zwei Minuten später klärte der starke BSC-Keeper Toni Neubauer einen Schuss von Andre Wenzel zur Ecke. Immer angetrieben von Rene Goerisch wollten die Havelstädter ihre Favoritenstellung untermauern. Dabei half ihnen ein direkt verwandelter Freistoß in der 16. Minute. Es war der erste Schuss, der auf das Ankertor kam, doch der platziert ins rechte untere Eck geschossener Ball war für Kosiorek nicht zu erreichen. Danach war das Ankerteam tonangebend, doch erst ein Foulelfmeter brachte dann nach etlichen ausgelassenen Torchancen den Ausgleich. Nachdem Rosner Kevin Mbengani von den Füßen geholt hatte, zeigte der stark leitende Unparteiische auf den Strafstoßpunkt. Der gefoulte Mbengani verwandelte selbst sicher. Kurz vor der Pause lag dann der Torjubel erneut auf den Lippen der Hausherren und ihrer Fans. Mbengani hatte sich zur Grundlinie durchgespielt, aber Andre Wenzel konnte den starken Neubauer erneut nicht überwinden. Als dann Sebastian Schiewe kurz nach Wiederanpfiff sein viertes Saisontor erzielen konnte, schienen die Hausherren auf der Siegerstraße. Zu keinem Zeitpunkt war zu erkennen, dass die Hausherren personell arg geschwächt antreten mussten. Doch auch diesmal war das Glück der Ankercrew nicht hold. Nachdem sich Tom Melvin Schmidt in der 52. Minute zu einfach zur Grundlinie durchspielen und zurückpassen konnte, traf BSC-Torjäger Rene Goerisch den Ball so glücklich, dass er von der Unerkannte der Latte zurücksprang, sich aber hinter der Linie befunden haben soll. Da es aber in Wismar kein Hawk Eye-Torlinientechnik gibt, mussten die Gastgeber die Entscheidung des Unparteiischen „Tor“ hinnehmen.

Aber selbst jetzt fehlte den Gästen die erwartete Souveränität, besonders als Mannschaftskapitän Goerisch verletzt vom Platz musste. Und als Mbengani dann erneut im Strafraum gefoult wurde, zeigte Schiedsrichter Wien erneut auf den ominösen Punkt. Wieder trat der Gefoulte selbst an, doch diesmal ahnte Neubauer die Ecke und hielt sein Team im Spiel (80.). Zu allem Überfluss unterlief dann kurz vor Schluss Lucas Vierling noch ein Abwehrfehler und Jordanov erzielte das glückliche Siegtor.
Die Gäste von Trainer Özkan Gümüs freuten sich so ausgelassen über ihren Erfolg so, dass sie erst lange nach dem letzten Ankerspieler das Stadion verließen und nach Hause fuhren.
„Diese Niederlage ist sehr bitter, denn wir haben jetzt zweimal hintereinander durch eigene Fehler Punkte verschenkt und uns um den Lohn gebracht. Jetzt müssen wir uns am Dienstag in Seelow unbedingt belohnen“, so Ankercoach Adigo. Dann hat er zumindest personell ein deutlich größeres Aufgebot zur Verfügung, denn die diesmal gesperrten Unversucht, Rath und Bode stehen dann wieder zur Verfügung, nur Rodrigues ist noch gesperrt.

Schiedsrichter: Pascal Wien (LV Berlin)
SRA: Manuel Gieseler (Berlin) Franziska Koch (RB Leipzig)
Z. 200
Besondere Vorkommnisse: Kevin Mbengani verschießt Foulelfmeter (80.)
Gelbe Karten: ohne / David Rosner (1), Lukas Kohlmann (4.), Adrian Jaskola (1), Enes Aydin (3.)

FC Anker Wismar mit:Kosiorek – Vierling, Ostrowitzki, Weisenborn – Ottenbreit (87. Maachou), Abdulai, Lima (verletzt, 63. Raffel) – Schiewe, Wahab – Wenzel (75. Plawan), Mbengani, Trainer: Christiano Dinalo Adigo.

Brandenburger SC Süd 05: Neubauer – Froelian, Rosner (33. Jaskola), Aydin, El-Ali – Orlos (61. Karupovic), Schmidt – Jordanov, Kohlmann, Wedemann – Rene Görisch (verletzt, 65. Szymanski). Trainer: Özkan Gümüs.

Tore: 0:1 Enes Aydin (17., direkt verwandelter Freistoß aus 18 Meter), 1:1 Kevin Mbengani (31., Foulelfmeter, Foul David Rosner an Mbengani), 2:1 Sebastian Schiewe (47., verdeckter Schuss von der Strafraumgrenze ins rechte untere Eck), 2:2 Rene Goerisch (Eingabe Tom Melvin Schmidt nach innen, Goerisch´s Schuss prallt von der Latte nach untre, der Assistent entscheidet auf Tor), 2:3 Niklas Jordanov (88., setzt sich gegen Lukas Vierling durch und schießt ins lange Eck).
Text: Bernhard Knothe

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