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Stiere verlieren in Flensburg

Es war der Tag der Flensburger. Kurz nachdem die Bundesligamannschaft des Nordclubs in einer starken Partie die Rhein-Neckar-Löwen im Halbfinale des DHB-Pokals förmlich demontiert hatte (33:23), wurde in der Handewitter Wikinghalle das Drittligaspiel der Flensburger Reserve angepfiffen. Die SG hatte die Schweriner Handballstiere zu Gast, die vor 107 Zuschauern abermals ihre gute Platzierung im Mittelfeld (7.) untermauern wollten. Klar war für Stiere-Coach Danny Anclais schon vor der dem ersten Ballwechsel, dass mit dem jungen, sehr gut ausgebildeten Kader ein schweres Spiel zu absolvieren war. „Flensburg macht das einfach gut. Im Nachhinein kann man positiv einschätzen, dass wir nur mit drei Toren verloren haben. Ligakonkurrenten wie HSV Hamburg oder der Oranienburger HC mussten sich deutlich klarer geschlagen geben.“ Zufrieden ist der Stiere-Trainer aber nicht. „Wir wussten im Vorfeld, dass die Flensburger gern mit gezielten Pässen über den Kreis zum Torerfolg kommen. Davon sechs zu kassieren, ist dann gerade nicht das Gelbe vom Ei.“ Auch fünf Mal das leere Tor zu verfehlen, trug dazu bei, die eigene Ausbeute nicht spürbar ansteigen zu lassen.

© Dietmar Albrecht   Bevan Calvert war der erfolgreichste Werfer an diesem Tage

Nachdem es bis zur 17. Minute (8:8) noch ausgeglichen vorwärts ging, konnten die Gastgeber über die Stationen 13:8 (25.), 14:9 (27. ) und 15:10 (30.) ihren Vorsprung ausbauen und mit einem komfortablen Polster in die Kabine gehen. Gleich nach dem Seitenwechsel legte das Team von Till Wiechers nach (33., 16:10 und 36., 17:11 sowie 42., 19:14). Gefühlt war die Vorentscheidung da. Doch die Stiere nahmen nun ihrerseits das Spiel in die Hand. Mit einem 4:0-Lauf kämpften sie sich heran und hatten wenige Minuten später den Gleichstand hergestellt (49., 19:19). Die Partie war wieder offen, und zwar bis in die 55. Minute, als Bevan Calvert mit seinem siebten verwandelten Strafwurf zum 24:24 ausglich. „Die Jungs kämpften sich super wieder ran, da wir es in der Abwehr besser hingekriegt haben. Dafür gab es zu viele einfache Fehler vorne. Am Ende waren wir einfach nicht clever genug, unsere Erfahrung und unser Leistungsvermögen konsequent einzubringen. Auch weil wir es nicht schafften, in Führung zu gehen“, kommentiert Anclais. (ba)

Kominek, Panzer – Curcic, Pedersen 1, Grämke 3, Prothmann 1, Marangko 2, Evangelidis 3, Zufelde 1, Finkenstein, Aust 2, Schlichting 2, Calvert 9/7
http://www.mecklenburger-stiere.de

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