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Neues vom Reitsport

Doppel-Hallen-Landesmeister im Hause Ebel-Jürgens
An Spannung und Dramaturgie kaum zu übertrumpfen, Familienpower der Extra-Klasse. In den Wertungsprüfungen der Ein- und Zwei-Sterne M-Springen der Damen ritten Gesine Jürgens mit Ussandro und Anna Ebel-Jürgens mit Levado, beide für den RSV Polzow startend, in beiden Wertungsprüfungen fehlerfrei und in den zwei-Sterne-M-Springen, der zweiten Wertungsprüfung, die exakt gleiche Zeit (0/47,06 sec). Damit hat das Land Mecklenburg-Vorpommern zwei HallenLandesmeister der Damen im Springen. Das Nachsehen hatte Denise Svensson auf Cornetto vom RFV Crivitz, die mit einer fehlerfreien Runde in 51,42 sec. sich Platz Drei erritt. In der Meisterschaft der S-Klasse siegte Thomas Kleis (PSA Schloss Wendorf), der den Titel bereits 2017 innehatte und im Vorjahr Vizemeister wurde. Philipp Makowei (RFV Gadebusch), der seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen wollte, rangiert in der Endabrechnung auf Platz vier. Mit Caiser Cash, mit dem Steffen Schott im vergangenen Jahr deutscher Vize-Amateurmeister wurde, ritt Justine Reetsma (RSV Zierow) auf Platz zwei vor Christin Wascher mit Queen Waltraud, die für den gastgebenden RFV des Landgestüt Redefin reitet. In der Klasse der Nachwuchsreiter, die in diesem Jahr erstmalig bis zu einem Alter von 25 Jahren (bisher 21) ausgeweitet worden ist, ist neuer Hallen-Landesmeister Christoph Maack mit Dyleen 2. Der für den RSV Kirch Mummendorf reitende Christoph Maack überzeugte mit zwei fehlerfreien Ein- und Zwei-Sterne M-Springen-Wertungsprüfungen und war in der entscheidenden zweiten Wertungsprüfung etwas schneller (0/50,87 sec.) als Freundin und Stallkollegin, Helena Marie Sandbrink erstmalig für MV am Start, die mit Derbys Dream Zweite (0/51,76 sec) wurde. Zeitlich knapp dahinter freute sich Lilli Plath von der Insel Poel mit Wielka über ihren dritten Platz in der Meisterschaftswertung (0/ 51,97 sec.). Im Springen der leichten Klasse siegte Vorjahressieger Mike Ortmann (RFV Malchow) auf Cellida vor Dr. Jörg Neubauer (RV Klein Labenz) auf Quinn. Mario Mühlenberg (Mühlen RC Friedrichsruhe), im vergangenen Jahr noch Vizemeister, sicherte sich auf Georgia Armani in diesem Jahr in der Klasse der über 40 jährigen Reiter den dritten Platz. Die jüngsten Hallen-Landesmeistertitel sind unter den Pony- und Childrenreitern vergeben worden. Im Endklassement der beiden Wertungsprüfungen der Anfänger Klasse sind die Karten in diesem Jahr gänzlich neu gemischt worden. Paul Rickert (RC Passin) auf Sweet Don ist neuer HallenLandesmeistertitel der Ponyreiter vor Tamina Goppelt (Kastanienhof Cramon) auf Luna und vor Emma Wiktor (RFV Trent 82) auf Darwin. Im Childrenbereich strahlte Flemming Ahlmann (RFV Alt Sammit und Umgebung) mit Davos, der damit seine Vorjahresleistung (Vizemeister) verbesserte und sich in diesem Jahr den HallenLandesmeistertitel der Childrenreiter erritt. Zweitplatzierte ist die für Güstrow reitende Hermine Burchard auf Easy Elektra Mo vor Paul Rickert, der Dritter auf Novum auch in dieser Klasse geworden ist. Über 960 Meldungen hatten 175 Reiter für die vier Turniertage abgegeben, die damit spannende Wettkampftage für das Publikum boten.
Am kommenden Wochenende (16.-17.03.2019) finden im Landgestüt Redefin die HallenLandesmeisterschaften der Dressurreiter statt. Über 260 Nennungen versprechen abwechslungsreiche, spannende und faszinierende Meisterschaften zugleich. Der Zeitplan für die Hallenlandesmeisterschaften in der Dressur ist unter www.pferdesportverband-mv.de/wpcontent/uploads/upload/Hallen-LM-.Dressur-Redefin2018.pdf einzusehen.

Karin Lüdke wird 75 [Quelle: Hippothek, Franz Wego] Demmin und das Umfeld gehörten von Jugend an zu ihrem pferdesportlichen Wirkungskreis. Das Einmaleins des Reitens erlernte sie einst bei Franz Pernack. Karin Lüdke gehört quasi zum Urgestein des Pferdesports im Norden der Republik. Am 13. März feiert die gefragte Turnierrichterin und in ihrem Verein vielbeschäftigte Frau ihren 75. Geburtstag. In Jarmen wurde Karin Lüdke, die zwei ältere Geschwister hat, 1944 als Tochter einer Kaufmannsfamilie geboren. Zum Pferdesport kam sie durch ihre ältere Schwester Erika Haack, die den Pferdesportlern der Region vor allem durch ihre frühere Meldestellentätigkeit bekannt war. Die Schwester war eine aktive Reiterin und nahm Karin oft zum Training mit. Aber erst mit 15 Jahren stieg sie selbst aufs Pferd. Nach Schulabschluss absolvierte Karin Lüdke eine Lehre zur Krankenpflegerin im Kreiskrankenhaus Demmin und holte gleichzeitig ihre Fachschulreife mit Teilabitur nach. Es folgte von 1961 bis 1963 ein Fachschulbesuch mit Abschluss als MedizinischTechnische Laborassistentin. 48 Jahre (1958-2006) ihres Lebens hat sie beruflich im Kreiskrankenhaus Demmin verbracht. Im Alter von 20 Jahren heiratete sie Gerhard Lüdke, ein erfolgreicher Dressurreiter, den sie beim Pferdesport in Demmin kennenlernte und der inzwischen leider schon verstorben ist. Sohn Martin konnte sich nicht mit Pferdesport anfreunden. Er ist Taucher geworden. Pferdesportlich war Karin Lüdke im Reitstützpunkt Demmin aktiv, der auf dem Anwesen des Goldschmiedes Hans Plog – mit dem unvergessenen Achat selbst DDR-Meister der Dressur gewesen – sein Domizil hatte. Franz Pernack war ihr erster Ausbilder, später folgte Gerhard Lüdke und von Beginn ihrer reiterlichen Laufbahn an ritt sie Dressur, die in Demmin auf hohem Niveau betrieben wurde. Karin Lüdke ritt bis zur Klasse S und wurde 1972 auf Faschingsbraut Fünfte bei den DDR-Meisterschaften in Gröditz. Ihre Erfolgspferde waren Fanny, Faschingsbraut, Mangold, Senor, Marosa, A-Caddy und zuletzt die Wesby-Tochter Wolke. Schon früh widmete sich Karin Lüdke leidenschaftlich der Ausbildertätigkeit. Viele Kinder gingen durch ihre Schule. Bis in höhere Klassen brachten es Ada und Dita Gil, Heike Maronde, Birgit Pekrul, Kerstin und Alina Lenz. Auch ihr Privatpferd Wolke stellte sie einigen Kindern des RFV Demmin zur Verfügung. Nach dem Weggang von Jürgen und Kerstin Tacke trainierte die Demminerin, zu DDR-Zeiten auch die Voltigiergruppe aus Utzedel, einige Kilometer von Demmin entfernt. „Diese Arbeit war mir sehr wichtig und hat mir viel Spaß gemacht“, sagt die Jubilarin. „Unser Ziel war es damals, uns für die DDR-Meisterschaft zu qualifizieren, was wir auch geschafft haben“. Ihre Ausbilderqualifikation (Übungsleiterstufe III) hat Karin Lüdke, wie so viele Pferdesportler aus dem Norden in den 1960er und 1970er Jahren, bei Lotti Müller in Wermsdorf (nahe Moritzburg) abgelegt. Solange Karin Lüdke mit Pferden zu tun hatte, hat sie auch Nachwuchsreiter ausgebildet. Das ist die eigentliche Lebensleistung der engagierten Frau. Dass sie auch die Turnierrichterlaufbahn einschlug, war eigentlich eine logische Konsequenz. Richard Beschoren, seiner Zeit Turnierrichter aus Pasewalk und im Bezirksfachausschuss (BFA) Pferdesport für das Preisrichterwesen zuständig, hat sie dazu ermutigt. „Damals ahnte ich nicht, was auf mich zukommt, war aber froh, dass ich durch diese Tätigkeit gezwungen wurde, mich immer weiterzubilden“ sagt sie. Viele Ehrenämter hat Karin Lüdke im Verlauf der Jahre bekleidet. 2004 wurde sie Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins (RFV) Demmin, der ihr stets besonders am Herzen lag. Inzwischen hat sie diese Funktion in andere Hände gelegt, fühlt sich aber dennoch mitverantwortlich. Auch im Kreisreiterbund (KRB) Demmin ist Karin Lüdke im Vorstand tätig und Vorsitzender Raimo Schmidt weis was er an ihr hat. Im Kreissportbund (KSB) Demmin arbeitete sie ebenfalls ehrenamtlich im Vorstand mit. Vielen jungen Turnierrichtern und Turnierrichterinnen stand sie als Mentorin helfend zur Seite. Für ihr großes Engagement erhielt sie schon zu DDR-Zeiten hohe sportliche Auszeichnungen. Der Landesverband Pferdesport zeichnete Karin Lüdke mit der Goldenen Ehrennadel aus. Sie erhielt außerdem die Ehrenurkunde des Ministerpräsidenten Harald Ringsdorf für besondere Leistungen im Ehrenamt. Nach wie vor gehört sie zu den gefragtesten Turnierrichterinnen im Land, mit besonderem Bezug zur Dressur. Was ihre Ämter betrifft, so will die Jubilarin nun kürzer treten. Sei es ihr gegönnt, denn sie hat es verdient. Wir sagen danke für die vielen Jahre ihres aufopferungsvollen Engagements, gratulieren herzlich zum Geburtstag und wünschen noch viele schöne Jahre bei guter Gesundheit.
Deutsche Amateur-Meisterschaften 2019 in Riesenbeck
Die Deutschen Amateur-Meisterschaften Dressur und Springen haben einen neuen Gastgeber. Nach zwei Jahren in Dagobertshausen findet die DAM in diesem Jahr in Westfalen statt. Rund 40 Dressur- und 60 Springreiter kämpfen vom 20. bis 22. September auf der Reitanlage Riesenbeck International um die Titel. Neu ist 2019 nicht nur der Standort, sondern auch der Weg, der zu den Deutschen Meisterschaften führt. Anders als in den Vorjahren gibt es keine separaten Qualifikationsprüfungen in den Landesverbänden mehr, vielmehr entscheiden Ranglisten über die Vergabe der Startplätze. Dazu werden die Ranglistenpunkte aller M**-, S*- und S**-Erfolge addiert, die zwischen dem 01. Oktober 2018 bis zum Stichtag 11. August 2019 erzielt werden. Die zum Stichtag Punktbesten je Landesverband sind dann gemäß einer Quote für den Start in Riesenbeck qualifiziert. Die genauen Quoten sowie die regelmäßig aktualisierten Ranglisten werden unter www.pferd-aktuell.de/dam veröffentlicht. Zusätzlich startberechtigt sind außerdem wie im Vorjahr die jeweils Bestplatzierten des letzten FAB-Bundesfinals (Klasse S) und der letzten FAB-Landesfinals (Klasse S) sowie Bestplatziertem aus Amateur-Springreiter-Club-Finale. Generell startberechtigt und im Ranking aufgeführt sind die Punkte aller Reiter, die folgende Teilnahmebedingungen erfüllen: Option A gemäß LPO, Jahrgang 1993 und älter sowie Leistungsklasse 2 oder 3. Außerdem müssen die Teilnehmer für Deutschland startberechtigt sein, d.h. die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, und seit 1. Oktober 2018 mindestens eine Platzierung in der Klasse S haben. Der Modus der DAM selbst ist weitgehend unverändert. Die DAM Springen setzt sich aus drei Wertungsprüfungen zusammen. In den ersten beiden Wertungsspringen werden anhand der Platzierung Punkte verteilt, wovon die 30 punktbesten Teilnehmer im Finale, einer Springprüfung Klasse S* mit Stechen, startberechtigt sind. In der Dressur beginnt die DAM mit einer Finalqualifikation in Form eines Prix St. Georges für alle startberechtigten DAM-Teilnehmer. Die besten Zwölf sind direkt für das Kür-Finale (ebenfalls St. Georg-Niveau) qualifiziert. Die Übrigen haben die Chance, sich über das Kleine Finale (Aufgabe S5) noch einen von drei zusätzlichen Startplätzen im Finale zu sichern. Für die Vielseitigkeitsreiter findet die DAM zum dritten Mal im Rahmen des internationalen Vielseitigkeitsturniers Langenhagen (13. bis 15. September) statt.
J.J.Darboven Vereins-Initiative: die Siegervereine 2019
Auch in der vierten Runde ist das Interesse der turnierveranstaltenden Vereine an der J.J.Darboven Vereins-Initiative ungebrochen. Aus rund 1.500 Bewerbern wurden jetzt die 100 Gewinner ausgewählt, die ab sofort unter www.pferd-aktuell.de/vereinsinitiative nachzulesen sind. Dabei sind auch drei Vereine vom Landesverband MV für Reiten, Fahren und Voltigieren. Der Rostocker Pferdesportverein, der Reitverein Nienhagen sowie der Reit- und Fahrverein Blowatz dürfen sich über eine professionelle Kaffeeversorgung auf ihrem Turnier freuen. Zudem wartet auf alle ein individuell auf sie abgestimmtes Werbekit mit Plakaten, Flyern und Werbebannern, mit dem sie auf ihre Veranstaltung aufmerksam machen können – damit die Kaffeekasse auch kräftig klingelt. Wer die Kaffeeversorgung am liebe- und geschmackvollsten gestaltet, die Werbemittel am kreativsten einsetzt und dies entsprechend dokumentiert, hat zusätzlich die Chance, einen Ausflug für 50 Vereinsmitglieder zu einem internationalen Topreitsportevent zu gewinnen. Und der Verein, der von den 100 Vereinen am stärksten auf Social-Media-Kanälen vertreten ist und hier die höchste Reichweite für sein Turnier und die J.J.Darboven Vereins-Initiative erzielt, gewinnt einen Springlehrgang mit Derby-Sieger Holger Wulschner auf der Vereinsanlage.
Die wichtigsten Championate im Pferdesport
Rund 50 Welt-, Europa- und Deutsche Meisterschaften sowie diverse Bundesveranstalten in insgesamt acht Disziplinen und fünf Altersklassen stehen für die aktuelle Saison auf dem Programm. Höhepunkte des Pferdesportjahres 2019 in Deutschland sind die Vielseitigkeits-EM in Luhmühlen (28. August bis 1. September), die EM der „Ländlichen“ Vielseitigkeitsreiter in Westerstede (1. bis 4. August), aber auch die EM der Vierspänner in Donaueschingen (15. bis 18. August) und die WM der Zweispänner in Drebkau (12. bis 15. September). Die Dressur-, Spring- und Para-Dressurreiter messen sich vom 19. bis 25. August in Rotterdam. Und auch im Nachwuchsbereich dürfen sich Pferdesportfans auf hochkarätigen Sport im In- und Ausland freuen. Eine Übersicht über die 50 wichtigsten Championate und Bundesveranstaltungen gibt es unter www.pferdaktuell.de/championate.
TV-Tipps
11.03.2019 | 13:40 Uhr | KiKa Tiere bis unters Dach: Ponyhilfe.de
12.03.2019 | 10:30 Uhr | MDR Elefant, Tiger & Co. (Wildpferd trifft auf Wildnis) 12.03.2019 | 15:30 Uhr | ARD-alpha Karen in Action: Spann den Wagen an! 13.03.2019 | 22:00 Uhr | RBB Die Wüstenpferde Namibias 14.03.2019 | 17:40 Uhr | Arte Butteri – Italiens letzte Cowboys 16.03.2019 | 07:50 Uhr | ARD Checker Julian: Der Pferdesport-Check 16.03.2019 | 14:30 Uhr | ARD Der Sonnenhof (Pferde-Spielfilm, Deutschland, 2007) 17.03.2019 | 14:00 Uhr | RBB Die Wüstenpferde Namibias 17.03.2019 | 14:30 Uhr | WDR Wunderschön! Masuren – Land der 1.000 Seen (u.a. über vom Aussterben bedrohte Wildpferde) 17.03.2019 | 14:30 Uhr | SWR Ein Paradies für Pferde (Fernsehfilm, Deutschland / Österreich, 2008) 18.03.2019 | 15:00 Uhr | ARD-alpha Willi wills wissen: Wer hilft den kranken Tieren? (u.a. Pferde-OP) 19.03.2019 | 10:00 Uhr | ARD-alpha Willi wills wissen: Wer hilft den kranken Tieren? (u.a. Pferde-OP) 19.03.2019 | 18:00 Uhr | Eurosport FEI Weltcup-Springen in s’Hertogenbosch/NED 19.03.2019 | 19:00 Uhr | Eurosport Rolex Grand Slam in s’Hertogenbosch/NED – Highlights 20.03.2019 | 12:30 Uhr | Eurosport FEI Weltcup-Springen in s’Hertogenbosch/NED 20.03.2019 | 13:40 Uhr | KiKa Tiere bis unters Dach: Reiten verboten! Kurzfristige Programmänderungen von Seiten der Fernsehsender sind möglich. Daher sind alle Sendetermine ohne Gewähr. Für die Inhalte der Sendungen ist die FN nicht verantwortlich.
Quelle: Pferdesportverband MV

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