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Viel Einsatz und Wille, aber mangelhafte Effektivität und Cleverness

Ankerkeeper Seide hielt Foulelfmeter von Ghasemi-Nobakht

Hertha 06 Charlottenburg – FC Anker Wismar 2:0 (2:0)

Der FC Anker rutscht immer tiefer in die Gefahrenzone. Bei der Hertha in Charlottenburg kassierte die Elf von Trainer Christiano Dinalo Adigo eine völlig unnötige 0:2-Niederlage. Mit 13 Punkten liegen die Hansestädter zwar noch auf einem Relegationsplatz, aber bereits am nächsten Spieltag kann die Ankerelf auf einen Abstiegsplatz zurückfallen. Am nächsten Sonnabend gastiert mit den Tennis Borussen der große Aufstiegsfavorit in die Regionalliga auf dem Jahnplatz.

©Andreas Knothe/Sebastian Schiewe beim Kopfballduell

Letztlich könnten sich die Charlottenbuger beim FC Anker bedanken dass sie sich in der Tabelle noch weiter vorne arbeiten konnten. Zwei grobe Fehler der Wismarer Hintermannschaft, einschließlich Torhüter Mirco Seide, und vorne eine erschreckende Abschlussschwäche waren der Grundstein für die siebte Niederlage. Neun Treffer in vierzehn Begegnungen bleiben der Tiefstwert der Oberliga. Inzwischen sind die Hansestädter bereits wieder sechs Stunden ohne eigenes Tor.

Ankertrainer Adigo musste in der Berliner Sömmeringstrasse auf den gesperrten Tom Ney und den verletzten Sahid Wahab verzichten. Alexander Pratsler und Tshomba Oliveira standen gar nicht im Aufgebot, dafür bestritt Thomas Ehlert sein erstes Oberligaspiel und machte seine Sache sehr gut. Der in Stendal verletzte Ignacio Sanchez-Contador stand ebenfalls in der Anfangsformation.

Die Anfangsphase begann sehr hektisch, nach vierzehn Minuten hatte der Unparteiische bereits dreimal gelb gegen die Hansestädter gezeigt. In der 11. Minute wurde Sanchez angeschossen, er erhielt Gelb, Marco Bode protestierte zu lautstark und sah so ebenfalls den gelbe Karton. Den ersten Elfmeter schoss Ghasemi-Nobakht ins linke Ekc, doch einige Spieler liefen zu früh in den Strafraum so dass der Strafstoß wiederholt wurde. Und Ghasemi-Nobakht zielte wieder in die gleiche Ecke, doch diesmal war Ankerkeeper Seide zur Stelle. „Das war natürlich Glück für mich. Ich hatte spekuliert das er wieder in die gleiche Ecke schießt, der Charlottenburger hatte wohl gedacht, ich springe jetzt in die andere Ecke“, so Seide später. Letztlich brachte der gehaltene Elfmeter trotzdem das Glück nicht zurück in die Ankerreihen. Nach gut einer Minute wurde Baba nach einem Grundliniendurchbruch völlig alleine gelassen und verwandelte per Kopf, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte blieb Seide zu zögerlich, griff nur halbherzig ein und Cakir nutzte diesen Fehler. Da halfen auch die klaren Einschussmöglichkeiten für Serweta, Kopfball nach Ecke von Rodrigues an den Pfosten, von Lima nach Ecke Rodrigues und einem Kopfball von Schiewe nach einer Ecke nichts.

In der 2. Hälfte hatten die Küstenstädter wieder deutlich mehr vom Spiel und ein halbes Dutzend bester Einschussmöglichkeiten. In der 54. spielt Schiewe die Kugel, der Ball prallt Serweta vor die Füße, doch der zieht den Ball aus acht Metern am Tor vorbei. Drei Minuten später zieht Lima den Ball am langen Pfosten vorbei und in der Schlussphase gab es noch zwei Distanzschüsse von Ehlert und Queckenstedt, die aber auch nichts Zählbares brachten.

„Heute können wir uns vom Einsatzwillen nichts vorwerfen, aber wenn wir vorne das Tor nicht treffen kann man nicht punkten“, war auch Mannschaftskapitän Philipp Unversucht nach der siebten Punktspielniederlage frustriert.

SR: Max Bringmann (Bad Lausick)

SRA: Daniel Kresin & Martin Wadewitz (beide sächsischer Landesverband)

Z: 50

Gelbe Karten: Quattara (4), Yildiz (2) / Bode (7), Ehlert (1), Rodrigues (3) und Sanchez (2).

Tore: 1:0 Merdan Baba (30.), 2:0 Ergün Cakir (45.).

FC Anker mit: Seide – Bode, Unversucht, Sanchez – Contador (46.Ottenbreit) – Ostrowitzki, Ehlert, Lima (65. Queckenstedt) – Okafor, Rodrigues – Schiewe, Serweta (62.Plawan). Trainer: Christiano Dinalo Adigo.
Text:Bernhard Knothe

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