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FC Anker knöpfte Spitzenreiter Optik Rathenow verdient einen Zähler ab

Schiedsrichter und Rathenower Physiotherapeut leisteten vor Eintreffen des Notarztes 1. Hilfe

© Bernhardt Knothe/Philipp Ostrowitzki im Laufduell

Oberliga Nordost, 11. Spieltag: Nach sieben Siegen in Folge, u.a. auch in den Spitzenspielen gegen Brandenburg Süd und beim SV Lichtenberg 47, musste Spitzenreiter Optik Rathenow erst zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer Punkteteilung zufrieden geben.

Ankertrainer Adigo änderte sein Aufgebot gegenüber dem 2:2 in Brieselang auf einer Position. Für den leicht angeschlagenen Ivanir Rodrigues spielte Lucas Vierling. Gästecoach Kalisch musste vor Beginn noch einmal umstellen. Kapan verletzte sich beim Warmmachen. Für ihn spielte dann Tevfik Turan von Beginn.

Im ersten Abschnitt sahen die Zuschauer ein Spiel mit wenigen Torchancen. Keine der beiden Mannschaften erspielte sich einen Chancenvorteil. Zwar kamen die Gastgeber durch Henry Haufe und Kevin Mbengani zu zwei Abschlüssen, aber diese konnten von der Rathenower Hintermannschaft geklärt werden. Die Brandenburger Gäste waren im ersten Abschnitt praktisch gar nicht zu sehen. Erst mit dem Halbzeitpfiff prüfte Orlitz mit einem Schuss Ankerschlussmann Kosiorek, doch dieser Schuss war eine sichere Beute für ihn.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie spielerisch deutlich engagierter geführt und die gefährlichen Szenen vor beiden Toren häuften sich. Doch nachdem Rogall einen langen Ball unterlief, war Haufe zu überrascht und bekam die Kugel nicht im Gästetor unter (51.). Die besten Möglichkeiten gab es in der 58. Minute. Mbengani kam nach einer Flanke von Guilherme Lima im Rathenower Strafraum zum Schuss. Dieser wurde im letzten Moment geblockt, doch auch der Nachschuss von Haufe ging um Zentimeter am Tor vorbei. Das Team von Trainer Ingo Kahlisch hatte dann in der 65. Minute eine gute Möglichkeit, doch ein strammer Schuss von Murat Turhan strich knapp am Ankertor vorbei. In der 79. Minute dann noch ein „Riese“ für die Ankercrew. Nach einem Grundliniendurchbruch verpassen alle Ankerspieler, dann konnte die Rathenower Hintermannschaft den Schuss des gerade eingewechselten Ivanir Rodrigues noch abwehren.

In der 85. Minute stand dann der sehr gut amtierende Schiedsrichter Maximilian Stern im Mittelpunkt. Auf den Zuschauerrängen gab es einen Notfall. Stern, der angehender Arzt ist, hörte die Durchsage des Stadionsprechers und eilte sofort nach Spielunterbrechung zu der jungen Dame und half ihr zusammen mit dem Rathenower Physiotherapeuten Robert Berlin bis zum Eintreffen des Notarztes. Zwei Minuten nach dem das Spiel wieder lief gab es noch einen Aufreger. Turhan schoss den Ball zum 1:0 für Rathenow in die Maschen, doch Stern hatte bereits vorher auf Foulspiel entschieden. So blieb es am Ende beim 0:0.

Beide Trainer zeigten sich auf der Pressekonferenz mit dem Remis zufrieden. Gästetrainer Kalisch sagte: „Es war jetzt das dritte Spitzenspiel in Serie. Wir haben sieben Punkte geholt und sind sehr zufrieden“, so das Trainerurgestein. Ankertrainer Adigo war über das Unentschieden auch nicht sauer. „Wir haben heute gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Mir tut es nur für die Zuschauer leid, denn ein 2:2 oder 3:3 wäre dann doch interessanter gewesen“.

Bereits morgen um 13.30 Uhr steht das Ankerteam wieder auf dem Platz, dann im Rostocker Volksstadion gegen die 2. Mannschaft des FC Hansa Rostock. Die Hanseaten haben am Wochenende in Brieselang ein 3:3-Unentschieden erreicht. Nach einer schnellen 2:0-Führung durch Ngy’Ewodo kippten die Hausherren die Partie, bevor Christian Flath den Punkt für die Rostocker sichern konnte. „Wir werden in Rostock sehr konzentriert spielen müssen, genau wie gegen Rathenow. Dann können wir auch gegen die Elf von Trainer Felix Dojahn punkten. Dojahn selbst ist für die Wismarer Fußballfreunde auch kein Unbekannter, denn er hat einige Jahre beim FC Anker gespielt. Er bestritt 58 Partien (27 Oberliga, 31 Verbandsliga) für die Ankerelf und erzielte dabei 13 Treffer.

FC Anker Wismar: Kosiorek – Bode, Unversucht, Vierling – Lima, Ostrowitzki, Weisenborn (76. Rodrigues) – Abdulai, Schiewe (70. Wahab) – Haufe, Mbengani. Trainer: Christiano Dinalo Adigo.

FSV Optik Rathenow: Rogall – Stachnik (83. Watanabe), Bilbija, Turan (58. Weber), Wilcke – Langer, Ortiz (58. Tasar) – Kapan, Leroy, Top – Turhan. Trainer: Ingo Kahlisch.

SR.: Maximilian Stern (Berlin), SRA.: Raphael Gieseler & Cristian Große (beide LV Berlin)

Z.: 225

gelbe Karten: Marco Bode (2), Henry Haufe (1) / Cüneyt Top

Tore: Fehlanzeige.

Bernhard Knothe Spiel am 28.10.2017

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