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Neues vom Reitsport

Alina Roß Vierte beim CVI in Ermelo

Die 18jährige Alina Roß (SG Groß Quassow) konnte bei ihrem ersten 3*-CVI bei den Senioren im niederländischen Ermelo nach drei Durchgängen einen hervorragenden Vierten Platz bei den Damen belegen. Für Alina mit San Zero und Longenführerin Marion Schulze sicherlich etwas bitter, denn im Gesamtklassement war sie punktgleich mit der Drittplatzierten Schweizerin Marina Mohar (7,736), die hingegen eine bessere Pflicht turnte und daher Dritte wurde. Siegerin Pauline Riedl (RSV Neuss-Grimlinghausen) mit Flamant und Longenführerin Jessica Lichtenberg rangierte bei 7,888 Punkten. Damit verwies sie Corinna Knauf mit Fabiola W und Longenführerin Alexandra Knauf aus Köln auf Platz zwei (7,755). Insgesamt waren die deutschen Voltigierer die erfolgreichste Nation. Die Equipe von Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg sicherte sich drei Titel in den 3*-Disziplinen: Ingelsberg bei den Teams, Janika Derks und Johannes Kay im Pas-de-Deux sowie Pauline Riedl im Einzel. Das U18-Team aus Neuss gewann bei den Junioren.

Platz Drei für Tessa Leni Thillmann mit deutschen Equipe

Bei den Grand Prix Classics im französischen Fontainebleau konnte Tessa Leni Thillmann vom RFV Gadebusch Anfang Mai sowohl einzeln als auch gemeinsam mit dem deutschen Team Platzierungen auf internationalem Niveau erreiten. Im CSIO-Nationenpreis der Altersklasse Children konnte sich die 14-jährige Nachwuchsspringreiterin gemeinsam mit der deutschen Equipe mit Julius Bleser, Romy Rosalie Tietje und Zoe Kappelhoff über einen dritten Platz (17 Punkte) hinter den Siegern aus Spanien (11 Pkte.) und den Niederlanden (12 Pkte) freuen. Im Großen Preis der Children ritt Tessa mit 3Q Qadira (0/4/40,05) den besten deutschen Ritt und platzierte sich auf Platz zwölf. Die Prüfung gewann die Französin Romane Michelet mit Cassina Z (0/0/35,26), vor der Belgierin Paris Vandousselaere mit Golden Penny C (0/0/36,68) und der Französin Cassiopeia Darnet mit Don’t Touch des 4 Vents Z (0/0/36,96). Herzlichen Glückwunsch!

Otto Schmicker siegreich in Klein-Marzehns

Am letzten Wochenende in April siegte Otto Schmicker (RC Passin) mit seiner Zweispänner-Pferdeanspannung Aragorn und Daggy D im Gesamtklassement der kombinierten Prüfung der Klasse M (Dr. 46.130, Marathon 64.650, Kegel 9) bei Fahrturnier in Klein-Marzehns. Damit knüpfte Otto Schmicker nahtlos an seine Vorjahresleistungen an und verwies Andreas Hankel (49.070, 60.470, 12.300) und Sebastian Warneck (63.930, 56.840, 3) auf die Plätze zwei und drei. Bei diesem Sichtungsturnier für die Deutschen Jugendmeisterschaft U25 hinterließ Schmicker ein positives Bild bei unserem Disziplintrainer Jörg Croeger. Ebenso positiv zeigte sich Felix Dallmann (PSV Friedland), der seine beiden Ponys Bellamy und Burnkid in der mittelschweren Klasse in der Gesamtwertung auf Platz zwei (Dr. 53.730, Marathon 53.060, Kegel 3), hinter Nea-Renee Bonneß (40.670, 55.380, 0) und vor Fabian Lehmann (45.600, 55.920, 8,590) fuhr. Anja Krüger (Reitergilde Katzow) schloss diese Prüfung mit Sonnenberg´s Yabadabadoo, Black Wonder und Black Edition auf Platz elf (46.800, 62, 7.640 und mit Poesie und Sweet Nell auf Platz zwölf (51.730, 58,720, 6.230) vor Tobias Kriemann (Reitergilde Katzow) mit Lieschen und Max auf Platz dreizehn (56.270, 57.810, 3) ab. Disziplintrainer Jörg Croeger ist stolz auf seine jungen Fahrer. „Sie haben die Winterzeit intensiv genutzt, Schwächen analysiert und den Blick auf die neue Saison ausgerichtet. Auch wenn wir im Fahrbereich in Mecklenburg-Vorpommern noch zu wenige FahrerInnen haben, junge Talente wie Nele Huse und Skadi Kriesel belegen, dass in den Vereinen viel Grundlagenarbeit geleistet wird. Daran gibt es festzuhalten und diese auszubauen“, so Croeger weiter. Ihr erstes großes Fahrturnier nutzte die 14jährige Nele Huse (Reitergilde Katzow) in der Pony Zweispänner-Anspannung der Klasse A mit Sonnenberg´s Yabadabadoo, Yana und Nougat um sich für das Bundesnachwuchschampionat U16 zu empfehlen. Mit einem siebten Platz in Gesamtresultat (Dr. 26.400, Marathon 47.230, Kegel 6.320) und einem zweiten Platz in der dazugehörigen Theorieprüfung (8,5) gelang ihr der Einstieg in den Turnierfahrsport. In der Pony Einspänner Prüfung der Klasse A, die ebenfalls Sichtung für das Bundesnachwuchschampionat U 16 war, rangierte die 11jährige Skadi Kriesel (Reitergilde Katzow) mit Sonnenberg´s Yana im Gesamtresultat auf Platz fünfzehn (Dr. 39.600, Marathon 45.940, Kegel 5.420) und einer 6,3 in der Theorie. Ann Christin Freese (RFV Blowatz) rundetet mit ihrem Ein-Spänner Pferd Novell das Jungendteam von Mecklenburg-Vorpommern in Klein-Marzehns in der mittelschweren Prüfung ab.

©Familie Schmidt/
Gesamtsieger-im-Fahren-der-schweren-Klasse-Mario-Schildt-mit-seinem-Vierspänner-Lando-Supermand-Hojvangs-Aros-und-Amos-in-Klappschau

 

Mario Schildt siegreich im Fahren der schweren Klasse

Der 40jährige aus Nieköhr stammende Mario Schildt hat am vergangenen Wochenende im schlewigschen Klappschau seinen neu besetzten Vierspänner erstmalig in der grünen Saison angespannt. Gerade durch seine Routine und Erfahrung gelang es Mario Schildt die Pferde Lando, Supermand und Hojvangs Aros neben dem erfahrenen Pferd Amos zu einem Gesamtsieg in der schweren Klasse zu fahren. Dabei legte der Mecklenburger den Grundstein mit der siegreichen Dressur mit 63,167 Prozent vor dem Schweizer Franz Schnider mit 60,333 Prozent und dem Deutschen Robert Blender mit 59,500 Prozent. Im Hindernisfahren der schweren Klasse baute Schildt den Vorsprung mit nur 13,55 Fehlers vor Franz Schnider mit 43,75 Fehlers und vor Robert Blender mit 56,75 Fehlern deutlich aus. Durch konzentriertes Fahren gewann Mario Schildt am Sonntag ebenfalls die abschließende Geländefahrt deutlich vor seinen Konkurrenten Blender und Schnider. Trotzdem bleibt der Mecklenburger ganz bescheiden und wünscht sich für die kommenden Turniere im eigenen Land (Blievenstorf 24.-26.05.) und den Landesmeisterschaften im Vierspännerfahren und dem Mitteldeutschen Vierspänner-Championat vom 01.-02.06. in Bollewick, dass diese Pferdeanspannung weiter zusammen wachsen wird und an gemeinsamer Erfahrung und Routine gewinnt.

[Bild: Gesamtsieger im Fahren der schweren Klasse Mario Schildt mit seinem Vierspänner Lando, Supermand, Hojvangs Aros und Amos in Klappschau 2019 © Familie Schildt]

Ehrungen für Uwe Witt beim Festabend der FN-Tagung

Mit der Gustav-Rau-Medaille in Silber wurde der Zuchtleiter und Geschäftsführer des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Witt aus Sanitz, ausgezeichnet. Eigentlich wollte der Sohn eines Gestütswärters des Landgestütes Redefin ursprünglich Elektrotechnik studieren, wurde aber in der damaligen DDR aufgrund seiner nicht ausreichenden Russisch-Kenntnisse nicht zum Studium zugelassen. So begann er ein Studium zum Agrar-Ingenieur mit der Zusatzausbildung Pferdezucht und –sport und wurde anschließend Assistent der Zuchtleitung Rostock. 1983 übernahm er die Zuchtleitung Rostock. Nach der Wiedervereinigung wurde er 1991 Zuchtleiter und Geschäftsführer des neu gegründeten Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern. In den darauffolgenden Jahren war er maßgeblich an zahlreichen Innovationen des Verbandes beteiligt, wie beispielsweise an der Einrichtung der Mecklenburger Körtage, der Landes-Elitestutenschau und des Lande-Elite-Fohlenchampionats installiert. Verdient machte sich Witt aber auch bei der Etablierung überregionaler Rasseinteressengemeinschaften der Ponys, Kleinpferde- und Spezialrassen sowie der Entwicklung von Richtlinien für die Stutenleistungsprüfungen. Für ihre jahrzehntelangen Verdienste für Pferdesport und Pferdezucht in Deutschland hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung weiterhin Siegmund Friedrich, Rolf-Peter Fuß, Gerlinde Hoffmann und Hugo Matthaes ausgezeichnet.

Ankündigung Landesmeisterschaften der Zweispänner

Am kommenden Wochenende, 18. und 19. Mai 2019, finden in Plöwen die Landesmeisterschaften der Zweispänner statt, die damit die Meisterschaften der grünen Saison im Land Mecklenburg-Vorpommern eröffnen. Über 24 Fahrprüfungen stehen auf dem vollen Programm. Die erste Dressurfahrprüfung des Tages starten am Samstag bereits um 7:30 Uhr und am Sonntag ab 9:00 Uhr stehen die neun Geländefahrprüfungen an. Die 4-5jährigen Fahrpferde können sich zudem für das Bundeschampionat der Fahrpferde, mit seinem Finale in Moritzburg, qualifizieren. Den detaillierten Zeitplan (www.pferdesportverband-mv.de/wp-content/uploads/upload/Zeitplan-Ploewen-Fj-2019.pdf) sowie eine Liste der Teilnehmer (www.pferdesportverband-mv.de/wp-content/uploads/upload/teilnehmer-ploewen-2019.pdf) kann auf der Internetseite des Landesverbandes für Reiten, Fahren und Voltigieren unter der Rubrik Turniersport, Turnierkalender 2019 oder auf der Verbandsfacebookseite www.facebook.com/pferdesportverbandMV eingesehen werden.

Tag der offenen Stalltür bei den Bernsteinreitern

Erleben Sie mit den Bernsteinreitern am Sonntag, dem 19. Mai 2019, ab 11 Uhr zahlreiche Aktivitäten rund um Pferd und Pony mit Ponyreiten, Voltigieren, Pferdepflege und -fütterung, Kutschfahrten, Hofrundfahrten, Hufschmied & Tierarzt in Aktion, Geschicklichkeitsrallye, Reiterflohmarkt, Quadparcours, Bullriding, Streichelzoo, Hüpfburg, Bogenschießen, Kinderschminken, Bastelstraße, Hufeisenkunst, Trommeln, große Tombola, Kindertonnenabschlagen und, und, und. Für Kaffee & Kuchen, Gegrilltes, Eis, Cocktails, Fruchtbowle und Bierspezialitäten sowie um Reitgutscheine und Urlaubsbuchungen zu Sonderkonditionen kümmern sich die Bernsteinreiter. Das detaillierte Programm kann unter www.bernsteinreiter.de/events-tagungen/termine-events/tag-der-offenen-stalltuer.html eingesehen werden.

FN-Verbandsrat: Rückblick auf Erfolge und Herausforderungen
[Quelle: Warendorf, Deutsche Reiterliche Vereinigung, Uta Helkenberg]

Es gab viele sportliche Erfolge zu feiern, aber auch die eine oder andere Herausforderung zu meistern – zum Abschluss der Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Hamburg zog die Verbands-führung im Verbandsrat eine gemischte Bilanz unter das zurückliegende Jahr.
„Sportlich waren es tolle Tage und mit 17 Medaillen insgesamt die erfolgreichsten Weltreiterspiele aller Zeiten für die deutsche Mannschaft. Als erste Sportart in Deutschland erreichten wir alle möglichen Quotenplätze für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio 2020“, erinnerte Generalsekretär Soenke Lauterbach an die Erfolge bei den Weltreiterspielen 2018 in Tryon/USA. Er vergaß aber auch nicht, die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der teilweise chaotischen Organisation zu erwähnen, die der deutschen Teamführung eine ebensolche Höchstleistung hinter den Kulissen abverlangte, wie den Aktiven im Viereck, auf dem Zirkel, im Gelände oder Parcours. Einmal mehr hoch erfolgreich waren auch die deutschen Nachwuchssportler. Disziplin- und altersklassenübergreifend errangen sie bei ihren Championaten 38 Medaillen, 17 Mal stand der Nachwuchs auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes. Das Jahr 2018 war aber auch von Schlagzeilen geprägt, die von dem Fehlverhalten einer kleinen Gruppe junger Springreiter abseits des Parcours berichteten. „Am Ende stehen nun eine Kadersuspendierung, eine Verurteilung durch unsere Verbandsgerichte und ein ganzer Katalog von Änderungen unserer Satzungen, Regeln und Verfahren bei FN, DOKR und Landesverbänden“, sagte Lauterbach. Diese geben unter anderem den rechtlichen Rahmen dafür, eine Jahresturnierlizenz oder Richterqualifikation bei Fehlverhalten zu entziehen. Darüber hinaus wurde eine Promillegrenze für Alkoholgenuss im Turniersport eingeführt.
Die Statistik für 2018 hatte es bereits deutlich gezeigt: Weniger Turniere, weniger Prüfungen, weniger Starts – der Turniersport ist deutschlandweit rückläufig. „Der Leistungssport benötigt ein stabiles Fundament im Turniersport. Das stabile Fundament hat Risse bekommen“, sagte Dr. Dennis Peiler, FN-Geschäftsführer des Bereichs Sport. „Wir müssen nicht in Panik geraten, aber das Fundament in Stand setzen und an der richtigen Stelle das Richtige tun.“ Als wichtigen Baustein nannte er beispielsweise den angestoßenen Strategieprozess Turniersport 3.0, in dem Vertreter des Dachverbandes, der Landesverbände sowie externe Experten gemeinsam an der Zukunft des Turniersports arbeiten. „Hier diskutieren wir Fragen wie: Sind wir als Verband mit dem was wir tun noch richtig aufgestellt? Oberstes Ziel muss sein: Turnierreiten, Turniere veranstalten und Turnierreiter ausbilden muss attraktiv sein“, betonte Peiler.

Im Zusammenhang mit der Turniersportstatistik wies Peiler auch auf anhaltenden Männerschwund im Pferdesport ein. Dieser macht sich auch bei Vereinsmitgliedern bemerkbar (-2,55 Prozent), konnte da aber fast vollständig durch einen Zuwachs an Frauen ausgeglichen werden. „Unser Ziel muss es sein, ein möglichst gesundes Geschlechterverhältnis zu erhalten. Ich fordere uns alle dringend auf, Projekte zur Stärkung der Jungs ins Leben zu rufen. Wir waren auf dem Gebiet schon mal besser“, sagte Peiler. Das betrifft auch die Ausbildung. „Wir haben aktuell rund 85 Prozent lizensierte Trainerinnen, bei den Erstausstellern sind es sogar 90 Prozent. Wir müssen aufpassen, dass uns hier die männlichen Vorbilder nicht verloren gehen.“

Die Überarbeitung der Leitlinien Tierschutz im Pferdesport, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) herausgibt, verlief im vergangenen Jahr weitgehend harmonisch. „Mit unseren Experten haben wir uns darauf gut vorbereitet und intensiv eingebracht. Natürlich mussten wir ein paar Kompromisse machen. Insgesamt konnten wir aber mit fast allen unseren Positionen überzeugen und die Leitlinien so gestalten, dass sie Sport und Zucht nicht im Wege stehen“, sagte Lauterbach. Nicht einverstanden ist der Verband allerdings mit vorgesehenen Formulierungen im Kapitel zum Ausbildungsbeginn junger Pferde. Hier sollen beispielsweise der Stallwechsel eines jungen Pferdes nur mit einem ihm vertrauten Artgenossen oder die Gruppenhaltung der jungen Pferde zu Beginn ihrer Ausbildung vorgeschrieben werden. „Das ist fern jeder Praxis“, sagte Lauterbach. In weiteren Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium will die FN nun auf eine Änderung dieser Formulierungen in den Leitlinien Tierschutz im Pferdesport hinwirken.
Nach eineinhalb Jahren hat sich das neue Berliner Büro der FN gut etabliert. Nicht zuletzt darauf war eine absolute Rekordbeteiligung am achten parlamentarischen Abend der FN in den Räumen der DKB zu verdanken. „Es waren fast 50 Bundestagsabgeordnete bei uns. Bundesministerin von der Leyen, Fraktionschefin Nahles sowie vier Staatssekretäre“, sagte Lauterbach. „An solchen Abenden gelingt es uns, Themen zu platzieren, Verständnis zu schaffen und unsere Anliegen zu transportieren.“ Auch die Arbeit im umweltpolitischen Raum trägt Früchte. „Pferdesport ist auch Naturerlebnis. Pferdebetriebe liegen am Stadtrand und auf dem Land. Sie sind Lebensraum für viele, viele Tier- und Pflanzenarten“, sagte Lauterbach und gratulierte Gerlinde Hoffmann zur Initiative „Pferde fördern Vielfalt“, die 2018 Projekt des Jahres der UN-Dekade Biologische Vielfalt geworden war. Gerlinde Hoffmann leitete seit 2001 bis Ende April 2018 die Abteilung Umwelt und Pferdehaltung der FN und wurde in Hamburg mit der Graf-Landsberg-Medaille in Gold ausgezeichnet.
Ebenfalls die Graf Landsberg-Medaille in Gold gab es für den scheidenden Verlagsleiter Siegmund Friedrich, der seit 1988 mit viel Herzblut das Programm des FNverlags gestaltete und dafür sorgte, dass aus dem Richtlinien-Verlag der Branchenprimus in Sachen Pferdesportliteratur wurde. Seinen letzten großen Auftritt für den FNverlag hatte Friedrich auf der Equitana in Essen, wo er im Kleinen Ring durch das FN-Programm führte. Seit es die Messe in Essen gibt, ist die FN dort präsent. „Dieses Jahr habe ich eine Veränderung beobachtet. Eine Veränderung hin zur klassischen Reiterei. Noch nie waren so viele unserer Toptrainer und -reiter vor Ort und haben gute, klassische Ausbildung gezeigt“, sagte Lauterbach.

Ein wichtiges sportpolitisches und gesellschaftliches Zeichen setzen der Kutschenführerschein, den es bereits gibt, sowie die Pferdeführerscheine Umgang und Reiten, die mit der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) 2020 etabliert werden. „Bislang wurden rund 20.000 Kutschenführerscheine ausgestellt. Wir haben damit etwas geschaffen, das sehr anerkannt wird und zeigt, wie wichtig Sicherheit für Mensch und Tier sowie ein entsprechender Qualifikationsnachweis sind“, so Lauterbach. „Dieses gute Ergebnis haben wir genutzt und etablieren mit der neuen APO 2020 nun auch für alle anderen Pferdesportler die beiden Pferdeführerscheine Umgang und Reiten. Der Pferdeführerschein wird Nachweis sein dafür, dass ich sicher mit meinem Pferd umgehen kann, sei es bei der täglichen Pflege, beim Ausritt in Feld und Flur, auf der Straße oder auf dem Reitplatz.“
Gute Neuigkeiten gab es in den vergangenen zwölf Monaten im Zusammenhang mit der Pferdesteuer. „Der Brandherd Tangstedt wurde gelöscht. Die Aktivisten vor Ort und die Verbände haben sich unglaublich eingesetzt und schließlich erreicht, dass die Landesregierung in Schleswig-Holstein sogar ein Gesetz gegen die Pferdesteuer erlassen hat“, sagte Lauterbach. Sogar im Ursprungsort der Pferdesteuer, Bad Sooden-Allendorf, wird diese bald wieder abgeschafft. „Hinterher ist man immer schlauer“, so der Bürgermeister von Bad Sooden-Allendorf.

LPO Änderungen zum 01.01.2020 verabschiedet

[Quelle: Deutsche Reiterliche Vereinigung – Zusammenfassung von diversen Berichten, Uta Helkenberg] Wer das Goldene Reitabzeichen hat, kann stolz auf sich sein. Anders als alle anderen Reitabzeichen kann das „Goldene“ nicht durch eine Prüfung, sondern nur durch sportliche Erfolge erworben werden. Darüber hinaus gilt ab sofort für alle Dressur- und Springreiter, dass die entsprechenden Erfolge auf mindestens fünf unterschiedlichen Turnierplätzen erbracht worden sein müssen. Neu ist auch die Zahl der tatsächlich zu erringenden Siege für die Verleihung des „Goldenen Reitabzeichens“ in der Dressur. Grundsätzlich sind zehn Siege auf S-Niveau erforderlich. Bislang konnten allerdings alle zehn durch Platzierungen an 2. bis 5. Stelle in Grand Prix und Grand Prix Special ersetzt werden. Ab 2020 können nur noch fünf der zehn Siege durch Platzierungen in S*** und S**** ersetzt werden und auch nur dann, wenn mindestens 68 Prozent erreicht wurden.
Bislang ein No-Go, künftig aber – neben Mecklenburg-Vorpommern in allen Landesverbänden – möglich, sofern die Ausschreibung es erlaubt: der
Start „außer Konkurrenz“, also ohne Wertung und ohne Platzierungsmöglichkeiten. Mit dieser Neuerung soll es Reitern mit einer zu hohen Leistungsklasse ermöglicht werden, ein Pferd zu Trainingszwecken in einer niedrigeren Prüfung zu starten. Ein Start „außer Konkurrenz“ ist daher nur in Prüfungen der Klasse E bis L und nicht in startplatzbegrenzten Prüfungen möglich. Die Pferde sind in anschließenden Prüfungen derselben Disziplin auf demselben Turnier nicht startberechtigt. Die Anzahl der zulässigen Starts je Reiter pro Prüfung sowie je Pferd pro Tag gilt inklusive der Starts „außer Konkurrenz“, ferner gelten die üblichen Voraussetzungen, d.h. das Pferd muss fortgeschrieben sein und der Reiter eine gültige Jahresturnierlizenz besitzen. Der Start „außer Konkurrenz“ muss mit der Erklärung der Startbereitschaft angemeldet werden.

Weitere Neuerungen betreffen vor allem Erleichterungen für die Veranstalter. So ist ihnen die Auszahlung von Geldpreisen künftig in allen nationalen Prüfungen freigestellt, nicht nur bis Klasse M sondern einschließlich Klasse S. Ferner dürfen weitere Veranstaltungsgebühren im Zusammenhang mit der Teilnahme an Turnieren erhoben werden, sofern sie in der Ausschreibung transparent aufgeführt und von der zuständigen Landeskommission bzw. der FN genehmigt wurden.

Ein anderer Trend führt zu einer Regelwerksänderung im Voltigieren. „In jüngster Zeit beobachten wir mit Sorge, dass viele M-Gruppen nicht aufsteigen wollen, da sie dann die Zahl der Mitglieder von acht auf sechs reduzieren müssten. Das fällt vielen schwer, ist jedoch nicht im Sinne der sportlichen Weiterentwicklung. Der Beirat Sport beschloss daher, die Zahl der Gruppenmitglieder auch bei S-Gruppen auf acht zu erhöhen. Gleichzeitig wird der „Zwangsaufstieg“ von M-Gruppen eingeführt, sofern sie drei Mal eine Wertnote von 6,5 und besser erzielt haben. „Dadurch werden nicht nur S-Gruppen gestärkt, sondern auch die M-Gruppen geschützt. Zudem erhoffen wir uns durch eine steigende Anzahl an S-Gruppen ein größeren Teilnehmerfeld bei den Deutschen Meisterschaften“, so Terharen. In Folge der Veränderung wird die Zeitdauer in der Pflicht bei S-Gruppen auf eine Minute pro Gruppenmitglied erhöht.

Mindestnote bei Hengstleistungsprüfung bleibt

[Quelle: Warendorf, Deutsche Reiterliche Vereinigung, Uta Helkenberg]

Der Beirat Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hat sich für die Beibehaltung der Mindestnote bei Hengstleistungsprüfungen in der Reitpferdezucht ausgesprochen. Nach intensiven Diskussionen votierten die Delegierten der Zuchtverbände mehrheitlich dafür, das bisherige System beizubehalten. Die Zuchtverbände beschlossen mehrheitlich, den Nachkommen von Hengstbuch II-Hengsten in der Anpaarung mit Stutbuch I- und Stutbuch II-Stuten einen so genannten Abstammungsnachweis II auszustellen und ihnen damit mehr Privilegien im Turniersport einzuräumen, beispielsweise die Eintragung in die Liste I der Turnierpferde, die Möglichkeit sich für die Bundeschampionate oder die Weltmeisterschaften der jungen Pferde zu qualifizieren. Ein Zusatz im Pferdepass („Zum Zeitpunkt der Passausstellung erfüllt der Vater des Pferdes die Eintragungsbedingungen in das Hengstbuch I nicht oder noch nicht.“) dokumentiert allerdings, dass Pferde mit einem solchen Abstammungsnachweis II beispielsweise nicht oder noch nicht körfähig sind. Diese Bestimmungen gelten für alle der FN angeschlossenen Zuchtverbände und zwar bereits für Fohlen, die aus Bedeckungen des Jahres 2019 hervorgehen und im Jahr 2020 geboren werden.

TV-Tipps
13.05.2019 | 19:00 Uhr | Eurosport Royal Windsor Horse Show, Highlights aus London
15.05.2019 | ClipMyHorse.de Abschlussprüfung 14-tägiger Veranlagungstest für Hengste in Schlieckau
16.05.2019 | 10:00 Uhr | Eurosport Royal Windsor Horse Show, Highlights aus London
16.05.2019 | 10:25 Uhr | BR Geboren in der Urzeit – Pferde (1)
16.05.2019 | 15:00 Uhr | ARD-alpha Willi wills wissen: Wo rennen Pferde um die Wette?
17.05.2019 | 10:25 Uhr | BR Geboren in der Urzeit – Pferde (2)
17.05.2019 | 10:45 Uhr | ARD Meister des Alltags (u.a. über das heilpädagogische Angebot „Pferdeinsel für behinderte Kinder“ in Reichenberg)

17.05.2019 | 20:15 Uhr | ARD Reiterhof Wildenstein: Kampf um Jacomo (Spielfilm, Deutschland, 2019)
17.05.2019 – 19.05.2019 | ClipMyHorse.de Burgturnier Nörten-Hardenberg
18.05.2019 | 10:05 Uhr | KiKa Anna und die Haustiere – Anna lernt Reiten (3)
18.05.2019 | 12:00 Uhr | BR Dann kam Lucy (Pferde-Spielfilm, Deutschland, 2011)
18.05.2019 | 15:30 Uhr | NDR Sportclub live: Burgturnier Nörten-Hardenberg
18.05.2019 | 23:00 Uhr | Eurosport Global Champions Tour 2019 in Madrid (ESP)
19.05.2019 | 06:20 Uhr | RBB Hördur – Zwischen den Welten (Pferde-Spielfilm, Deutschland, 2014/15)
19.05.2019 | 14:15 Uhr | NDR Sportclub live: Burgturnier Nörten-Hardenberg
19.05.2019 | 16:45 Uhr – 17:45 Uhr | 3sat Im Bann der Pferde: Marokko
20.05.2019 | 16:10 Uhr | ARD Die Tierärzte – Retter mit Herz
20.05.2019 | 20:00 Uhr | Eurosport Global Champions League, Highlights
20.05.2019 | 22:00 Uhr | SWR Sag die Wahrheit (Rateshow, u.a. mit einem Pferdeflüsterer)
22.05.2019 | 10:45 Uhr | ARD Meister des Alltags (u.a. über Krankengymnastik auf dem Pferd)
Kurzfristige Programmänderungen von Seiten der Fernsehsender sind möglich. Daher sind alle Sendetermine ohne Gewähr. Für die Inhalte der Sendungen ist die FN nicht verantwortlich.
Quelle: Reitsportverband MV

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