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Stiere belohnen sich nicht

Keine Punkte im Osternest
Alles war angerichtet für einen großen Handballabend. 1559 Zuschauer hatten sich ins Wohnzimmer der Mecklenburger Stiere begeben, um stimmungsvoll ins Osterfest zu starten. Die Stimmung, angepeitscht von den lautstark konkurrierenden Trommlern beider Fanclubs, war dann auch das Highlight der Partie: emotional, mitfiebernd, motivierend. Doch zum Punktgewinn reichte es an diesem Abend für die Gastgeber nicht. Nach viel zu vielen Fehlern und teils hitzigem Spiel mussten sich die Stiere 26:28 (13:15) geschlagen geben.

© Dietmar Albrecht/ Sechs Mal könnte Tobi Grämke den „Panzer“ im Tor überwinden.

Die Schweriner Handballer standen einer sehr engagiert gegen den Abstiegskampf spielenden Mannschaft aus der Löwenstadt gegenüber. Und einem alten Bekannten, der bereits im Vorfeld ankündigte: „Es wird schwer, aber wir können es auf jeden Fall schaffen!“ MTV-Torhüter Ariel Panzer, bis 2017 im Stiere-Trikot aktiv, wurde herzlich auf der Platte begrüßt. Der 44-Jährige hatte mit 19 gehaltenen Bällen einen Löwenanteil am Erfolg seines Teams. „Ariel kennt die Spieler sehr genau, und das wird in deren Köpfen auch drin sein“, hatte MTV-Co-Trainer Udo Falkenroth vor der Partie prophezeit. Er sollte Recht behalten. Die erfolgshungrigen Stiere warfen ihren ehemaligen Mannschaftskollegen regelrecht „berühmt“, scheiterten immer wieder an Standardsituationen, agierten unkonzentriert und phasenweise übereilt. Die sonst starke Abwehr wies dieses Mal so manche Lücke auf. Vor allem das Anspiel an Kreisläufer Klaas Nikolayzik bekamen die Schweriner überhaupt nicht in den Griff. Überzeugende Einzelleistungen, beispielsweise von Tobias Grämke und Mathias Mark Pedersen (mit zwischenzeitlich 168 Treffen erfolgreichster Torschütze der Liga!) sowie Robert Heinemann im Tor der Stiere, ließen immer wieder einen Funken Hoffnung aufkommen. Doch bereits ab der 17. Minute beim Stand von 8:8 liefen die Stiere dem Spiel mehr oder minder hinterher. Sie glichen in der 27. Minute (13:13) noch einmal aus, mussten aber mit einem Rückstand in die Kabine (13:15).

© Dietmar Albrecht/

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff waren die Löwen auf einen Fünf-Tore-Vorsprung enteilt (15:20, 38.). Die Gastgeber sammelten sich, kämpften sich ran und schafften es, mit mehr Dynamik die Partie noch einmal offen zu gestalten (25:25, 56.). Doch selbst eine offensive Verteidigung in der Schlussphase verhinderte die Heimniederlage mit 26:28 nicht. Wie hatte Stiere-Coach Mannhard Bech im Vorfeld gesagt? „Ganze 60 Minuten lang die Platte und den Gegner dominieren – soweit sind wir noch nicht.“ Das haben die Stiere am Gründonnerstag gezeigt. Sie halten den dritten Tabellenplatz. Für die Zukunft bleibt eine Menge Arbeit, gleich nach Ostern geht es damit weiter. ba

Kominek, Heinemann – Curcic 2, Pedersen 8/5, Grämke 6, Prothmann 1, Larisch, Marangko, Evangelidis 4, Zufelde 1, Aust 4, Passias, Pärt

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