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FC Anker kassierte erste Niederlage gegen ein Berliner Team

Zwei Gegentreffer in den letzten vier Minuten – Kosiorek parierte Foulelfmeter

SV Lichtenberg 47 – FC Anker Wismar 3:1 (1:1)

© Bernhard Knothe/nach fünf Spielen ohne Niederlage, dabei waren vier Siege, musste sich der FC Anker Wismar beim SV Lichtenberg 47 mit 1:3-geschlagen geben; Philipp Ostrowitzki (rechts) im Laufduell mit seinem Gegenspieler

Nun hat es die Hansestädter doch erwischt. Beim Tabellenvierten in Lichtenberg musste die Elf von Trainer Christiano Dinalo Adigo die erste Niederlage gegen ein Berliner Team hinnehmen. Zudem war es die erste Niederlage nach dem 1:2 gegen den 1. FC Frankfurt/ Oder am 25. November 2017. Danach gelangen den Hansestädtern vier Siege bevor man am letzten Spieltag gegen Seelow mit einem Punkt zufrieden sein musste.

Dabei hatte es für das Ankerteam recht gut begonnen, denn bereits in der 8. Minute lag die Führung auf dem Kopf von Sebastian Schiewe. Ein Eckball von Björn Weisenborn landete auf „Schiewis“ Kopf, doch die Kugel strich knapp rechts am Tor vorbei. In der 17. Minute jubelten die Gäste bereits, doch der Kopfball von Tshomba Luvumbu Oliveira nach Eingabe von Schiewe klatschte an die Unterkante der Querlatte und sprang wieder ins Feld zurück. In der 20. Minute belohnten sich die Ankerspieler dann endlich. Wieder war Schiewe der Vorbereiter und Björn Weisenborn verwandelte sicher. Doch die Lichtenberger waren nicht geschockt und drängten jetzt auf den Ausgleich. In der 29. Minute wurden sie dafür belohnt. Doch auch der FC Anker wollte vor dem Seitenwechsel noch einmal nachlegen, doch Dominique Runge spitzelte Oliveira im Strafraum von den Füßen (43.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren optisch Vorteile, doch Ankerschlussmann Jakub Kosiorek hielt sein Team im Spiel. Nachdem der eingewechselte Moritz Künne den Ball nach Zuspiel von Christian Gawe über das Tor gesetzt hatte (50.), parierte Kosiorek in der 56. Minute glänzend gegen den Lichtenberger Torjäger Thomas Brechler. Seine beste Tat lieferte Kosiorek dann in der 58. Minute ab. Nach einer Grundlinieneingabe von Philip Einsiedel fällt Maximilian Schmidt plötzlich im Strafraum und der Unparteiische zeigte trotz vehementer Proteste des Wismarer Abwehrchefs Philipp Unversucht auf den Elfmeterpunkt. Doch dann kam die ausgleichende Gerechtigkeit ins Spiel, denn Kosiorek konnte den platziert geschossenen Strafstoß von Nils Fiegen parieren. Mit seinen Paraden hielt der Ankerschlussmann auch in der Folge zumindest den einen Punkt fest. Doch die Heimelf setzte weiter energisch nach und der über links sehr stark auftrumpfende Einsiedel markierte vier Minuten vor dem Abpfiff die 2:1-Führung für die 47-iger. Der Treffer zum 3:1-Endstand durch Torjäger Thomas Brechler war nur noch eine Randnotiz.

„Der Treffer zum 1:1-Ausgleich war der Knackpunkt in dieser Partie. Danach reagierte mein Team mehr als es agierte. Ich habe nach dem Seitenwechsel dreimal ausgewechselt und wollte mehr Druck nach vorne entwickeln. Leider ist uns die erneute Führung nicht gelungen und so wurde Lichtenberg immer stärker. „Die Niederlage tut natürlich besonders weh, da sie erst in den Schlussminuten zustande kam. Wir hatten vorher selbst einige gute Chancen, haben die aber nicht nutzen können. So sorgten am Ende zwei Einzelaktionen für den Berliner Sieg. Jetzt müssen wir uns in der nächsten Woche konzentriert auf das nächste Heimspiel gegen Grün-Weiß Brieselang vorbereiten, um dann wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden“, so Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo. Dann wird aber Abwehrspieler Marco Bode fehlen, denn er sah bereits in der 30. Minute seine fünfte gelbe Karte. „Wir haben in den letzten dreißig Minuten für zu wenig Entlastung gesorgt“, sah Abwehrchef Philipp Unversucht einen weiteren Knackpunkt für diese Niederlage.
Nur wenige Kilometer entfernt hat auch der FC Mecklenburg sein Spiel verloren. Die Landeshauptstädter unterlagen bei Tennis Borussia Berlin mit 0:1-Toren und liegen weiter auf einem Abstiegsplatz. Auch an der Tabellenspitze wird es wieder interessanter, denn Optik Rathenow verlor in Brandenburg mit 1:2-Toren.

Spielort: HOWOGE-Arena Berlin

SR.: Martin Bärmann SRA: Martin Wadewitz & Rene Krüger (alle LV Sachsen)

Z.: 230

Besondere Vorkommnisse: Jakub Kosiorek hält unberechtigten Foulelfmeter von Thomas Brechler (58.)

Gelbe Karten: Philipp Grüneberg (6) / Marco Bode (5), Philipp Ostrowitzki (3)

Lichtenberg 47: Wollert – Einsiedel, Reiniger, Runge, Sinan (78. Künne) – Grüneberg, Hollwitz (21. Schmidt), Fiegen (78. Jahn), Banze, Gawe – Brechler. Trainer: Uwe Lehmann.

Anker Wismar mit: Kosiorek – Ottenbreit (65. Lima), Unversucht, Ney, Weisenborn – Ostrowitzk), Bode (54. Rodrigues), Vierling – Oliveira (62. Wahab), Schiewe, Mbengani. Trainer: Christiano Dinalo Adigo & Silvio Falk.

Tore: 0:1 Björn Weisenborn (20., Flachschuss), 1:1 Philipp Grüneberg (28.,nach schöner Kombination), 2:1 Philip Einsiedel (86.), 3:1 Thomas Brechler (90. Annahme im Strafraum, Drehung, Tor, Abpfiff).

Bernhard Knothe

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