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FC Mecklenburg muss sich dem Ligakrösus beugen

Beim Tabellenführer gut verkauft

© Carsten Darsow/Tino Witkowski und seine Kollegen verkauften sich gut beim Tabellenführer

Die Vorzeichen standen überhaupt nicht gut vor diesem Spiel. Große Verletzungssorgen und arbeitsbedingte Ausfälle brachten so einige Sorgenfalten auf die Stirn. Die Landeshauptstädter reisten grade mal mit zwei Wechselspielern nach Rathenow, so dass auch heutiger Ersatztorhüter Max Böttcher als Feldspieler auf der Bank Platz nahm. Es sollte das Spiel David vs. Goliath werden, denn Rathenow war bisher noch ohne Niederlage in dieser Saison.
In die Innenverteidigung rückte Niels Laumann nach überstandenem Innenbandriss in die Startelf. Beide Mannschaften im 4-4-2 eingestellt tasteten sich etwas ab und die Schweriner standen gut. Mit guten Aktionen zeigten die Neitzel-Schützlinge immer wieder, dass sie keine Angst vor dem Tabellenführer haben. Die erste große Chance hatte auch der Underdog aus Schwerin mit Evgeni Pataman, doch sein Schuss wird vom Optik-Keeper Bjarne Rogall stark gehalten. Das erste Tor daher umso bitterer. Einen Freistoß verlängerte Jean Pier Bohmann unglücklich mit dem Kopf weiter, dass er unhaltbar im Tor (11.) einschlug. Nur sieben Minuten später war Rathenows Top Torjäger Murat Turhan zur Stelle. Nach einem Einwurf bekommt er die Kugel und zeigt einmal mehr seine Qualität. Dreht sich Richtung Tor und versenkt das Spielgerät zum 2:0 (18.) in die Maschen. Schwerin schüttelt sich, aber gibt sich nicht auf und arbeitet konsequent weiter, während Optik sich mehr in die Lauerstellung begibt. In der 33. Minute gab es einen Freistoß für die Gastgeber. Murat Turhan trat an, schlenzte den Ball aber an den Pfosten. So ging es mit dem 2:0 für die Gastgeber in die Pause.
Auch in der zweiten Hälfte hatte Schwerin die größeren Spielanteile und Rathenow beschränkte sich mehr auf das Kontern. Das Tor machten die Hausherren allerdings aus einem Standart. Fast eine Kopie vom 1:0. Ein Freistoß wird ausgeführt, den diesmal Niels Laumann mit dem Kopf verlängert wo Süleyman Kapan goldrichtig steht und den Abschluss zum 3:0 (58.) findet. Aber auch das steckten die Schweriner weg und standen wie ein angeschlagener Boxer wieder auf. Das sollte nun auch belohnt werden. Evgeni Pataman eroberte den Ball im Zentrum und hatte jede Menge Platz in Richtung Tor. Im Doppelpassspiel mit Paul Roger Henschke verkürzte Pataman dann zum 3:1 (73.). Nun witterte der FCM seine Chance vielleicht doch noch etwas mitzunehmen denn Optik wurde zusehendes unruhiger. Paul Roger Henschke hätte sogar für noch mehr Nervosität der Rathenowbank sorgen können, doch sein Schuss aus spitzem Winkel verfehlte das Gehäuse nur denkbar knapp. Nun lief dem FCM leider die Zeit weg, sodass am Ende nur die Erkenntnis bleibt,  zwar gegen den Tabellenführer ebenbürtigen Fußball spielen zu können aber heute einfach  auch das Quäntchen Glück fehlt.
Man kann verlieren und man kann auch so verlieren. Die heutige Leistung macht Lust auf mehr und mit dieser Einstellung sollten die Schweriner in die beiden letzten Heimspiele vor der Winterpause gehen. Knüpft man an die heutige Mannschaftsleistung an, sollte in diesen beiden Spielen am Ende etwas Zählbares rausspringen. Am kommenden Samstag empfängt der FC Mecklenburg den Torgelower FC Greif im Sportpark Lankow. Anpfiff ist 13 Uhr.
FCM: Ellenschläger – Studier, Laumann, Harada, Zotke – Cygankov, Bohmann, Witkowski, Sato – Pataman, Henschke

Autor und Fotos: Carsten Darsow

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