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Stiere gewinnen in Rostock

Nach 15 Jahren wieder ein Derby-Auswärtserfolg!

© Dietmar Albrecht/Marko Curic erzielte 6 Treffer

Zu viele Jahre mussten die Schweriner Handballfans auf diesen Moment warten: Nach einem durchaus intensiven Spiel holten sich die Mecklenburger Stiere am Samstagabend endlich wieder einen Derbysieg in Rostock. Sie bezwangen den lokalen Dauerrivalen HC Empor mit 25:23 (12:12). Das Ergebnis hätte um einiges höher ausfallen können: Mehr als zehn Würfe der Stiere landeten nicht in den Maschen der Gastgeber. In einem Spiel, das abermals auf Tempohandball ausgerichtet war, meinten es die Stiere etliche Male zu gut, versuchten viel zu eilig den Abschluss zu erzwingen. Am Ende war’s egal, Mannschaft und mitgereiste Fans feierten im Anschluss den Erfolg in der OSPA-Arena, wo mit Übertragung auf eine Videoleinwand insgesamt rund 800 Zuschauern das Miterleben dieser besonderen Partie ermöglicht wurde. Das letzte Mal erfolgreich hatte seinerzeit Post Schwerin in der Hansestadt am 2. Februar 2003 mit 30:22 die Emporianer von der Platte geschickt.

Die aktuelle Partie verlief zunächst sehr ausgeglichen und fair (4:4, 13.). Noch bevor Rostocks Andre Meuser in der 15. Minute die erste Führung der Gastgeber zum 5:4 erzielte, hatten Armi Pärt und Teo Evangelidis bereits ihre ersten Zeitstrafen kassiert. Das Schiedsrichtergespann zeigte sich auch im gesamten Spielverlauf nicht geizig und erhöhte die 2 Minuten-Strafen auf insgesamt unverhältnismäßige sechs bei den Stieren (Empor 3). Dessen ungeachtet blieben die Stiere dran, nur einmal weist die Anzeige einen 3-Toreabstand auf (10:7, 23.). Robert Heinemann machte einen guten Job zwischen den Pfosten. Allerdings gelang es Andre Meuser, mit sechs Treffern einer der besten Torschützen des HCE, immer wieder, die Stiere-Abwehr zu überwinden und erfolgreich einzunetzen. Doch die Gäste ließen sich den Schneid nicht abkaufen. Nach einer Auszeit in der 25. Minute schraubten sie das Ergebnis auf den 12:12-Halbzeitstand hoch.

Zum Wiederanpfiff liefen die Gastgeber frischer auf. In nur drei Minuten erhöhten sie auf 15:12 und bauten ihren Vorsprung in einem zunehmend hitzig werdenden Spiel weiter aus (19:15, 49.). „Unsere Deckung stand gut. Aber wir haben es ganze acht, neun Minuten nicht geschafft, den Ball in Richtung Tor zu bewegen“, kommentiert Stiere-Coach Mannhard Bech. Er hatte einiges zu monieren, wurde verwarnt und fing sich im weiteren Verlauf auch noch eine Zeitstrafe. Geschenkt, denn rechtzeitig zur Schlussphase ging ein Ruck durch die Herde. Auch Jan Kominek zeigte sich gut aufgelegt im Tor. Der spät ins Spiel gebrachte Kapitän Johannes Prothmann griff nach der Verantwortung, suchte den Körperkontakt und traf zwei Mal in Folge (20:22, 58.; 21:23, 59.). Zuvor hatten Raki Marangko, Bevan Calvert und Marko Curcic (als bester Werfer der Stiere) einen 5-Torelauf hingelegt und die Gäste somit wieder in Front gebracht. Das Stimmungsbarometer erreichte spätestens zu diesem Zeitpunkt den Derby-eigenen Höchststand. Die Schweriner Fans begleiteten stehend und lautstark die letzten beiden Stiere-Treffer von Christian Zufelde zum Erfolg beim 84. Aufeinandertreffen im Mecklenburg-Derby. ba

Kominek, Heinemann – Curcic 6, Pedersen 5/1, Grämke, Prothmann 2, Larisch, Marangko 1, Evangelidis 3, Zufelde 3, Aust, Passias 2, Calvert 3, Pärt
Quelle: http://www.mecklenburger-stiere.de

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