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SSC wird Diagonalposition neu besetzen

  Nationalspielerin Kimberly Drewniok (22) nimmt Herausforderung im Ausland an

Nach Außenangreiferin McKenzie Adams (USA) wird auch Diagonalspielerin Kimberly Drewniok (D) nach zwei Jahren den Volleyball-Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin verlassen und nach Italien gehen.

©Eckhard Mai/Kimberly-Drewniok

„Das war wirklich eine schwierige Entscheidung für mich, gerade nach dem unerwarteten Ende der letzten Saison und gerade mit so einem tollen Team. So eine Gruppe findet man nicht so leicht, das war alles nicht selbstverständlich. Auch die super Unterstützung der Fans, bei denen ich mich unbedingt ganz groß bedanken will. Es hat immer Spaß gemacht, zuhause vor der Gelben Wand zu spielen“, so die Nationalspielerin, die 2017 aus Wiesbaden nach Schwerin gekommen war. Mit dem SSC hatte die 22-Jährige sowohl DVV-Pokal als auch die Vizemeisterschaft 2019 sowie 2018 und 2019 den Supercup gewonnen und in der Champions League gespielt. Letztlich habe nach reiflicher Überlegung das Entwicklungspotential der neuen Herausforderung den Ausschlag zum Abschied gegeben, erklärt sie: „Ich habe jetzt sechs Jahre in der Bundesliga gespielt und das Gefühl, dass es Zeit ist und dass es mir gut tun wird, aus meiner Komfortzone herauszukommen und neue Reize zu setzen, um mich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln. Eine Alternative zu Schwerin hätte es für mich hier nicht gegeben. Der SSC hat mich auf diesen Schritt ins Ausland sehr gut vorbereitet. Ich habe hier internationale Luft schnuppern können und das Vertrauen bekommen, auf hohem Niveau im Stamm zu spielen. Für die Zeit hier bin ich sehr dankbar und weiß alles sehr zu schätzen.“

©Michael Dittmer/Angriff-Kimberly-Drewniok

Zuletzt hatten mit Jennifer Geerties (AA) und Louisa Lippmann (D) deutsche Top-Spielerinnen aus Schwerin den Sprung ins Ausland geschafft. „Es bestätigt uns in unserer Arbeit und unserer Ausbildung, dass immer wieder Spielerinnen aus Schwerin zu den ganz großen europäischen Teams wechseln können“, sagt SSC-Chefcoach Felix Koslowski, wie so oft bei Abschieden im Zwiespalt der Gefühle zwischen Freude, Stolz und Wehmut. „Kimmi hat hier bei uns in den letzten zwei Jahren einen hervorragenden Job gemacht, sich toll entwickelt und sich das Angebot aus Italien verdient. Ich bin sicher, dass der Schritt sie noch weiter voranbringen wird.“

Text: Kathrin Wittwer
Bilder: Eckhard Mai, Michael Dittmer

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