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Training auf Nationalmannschaftsniveau

Top-Mannschaft, Top-Staff: Der SSC setzt auch neben dem Spielfeld auf ein Spitzenteam
Ein Cheftrainer, zwei Co-Trainer, ein Athletiktrainer, ein Scout: Kein anderer Verein der Volleyball-Bundesliga hat einen so gut besetzten Trainerstab wie der SSC Palmberg Schwerin. „Wir arbeiten hier in Nationalmannschaftsverhältnissen“, weiß Co-Trainer Manuel Hartmann (30) zu schätzen – und er muss es wissen, er ist wie die Mehrzahl seiner Kollegen auch für die Auswahl im Einsatz. „Man kann so deutlich mehr abdecken und gleichzeitig intensiver arbeiten, mehr in die Tiefe gehen, weil jeder sich auf seine Aufgabe konzentrieren kann. Diese Spezialisierung macht alles sehr professionell und produktiv.“

© MidiGrafie | Das Trainerteam des SSC Palmberg Schwerin Athletiktrainer Michael Döring, Cheftrainer Felix Koslowski, Scout Olaf Garbe sowie die Co-Trainer Manuel Hartmann und Pauls Sens

Beispiel Spielvorbereitung: Scout Olaf Garbe sichtet und bewertet alle Spiele der Bundesliga und der Gegner, die den SSC erwarten, füllt eine Datenbank mit allen erdenklichen Fakten, die ein Spiel ausmachen. „Manuel und ich analysieren dann jeweils verschiedene Aspekte, der eine den Block, der andere den Angriff, und bereiten für Felix vor, wo es gefährlich werden und wie man auf bestimmte Spielerinnen und Züge reagieren kann“, erklärt Paul Sens (19), zweiter Co-Trainer. Chefcoach Felix Koslowski nimmt die Grundidee des gegnerischen Spiel ins Auge, verdichtet das Puzzle zur eigenen Taktik, stellt die Trainingseinheiten darauf ein. Parallel zu Theorie und Balltraining macht Athletiktrainer Michael Döring (36) das Team im Kraftraum fit.

Dass die Volleyballerinnen die Hauptrunde der Bundesliga diese Saison mit dem ersten Tabellenplatz abschließen konnten, ist auch ein Verdienst dieser akribischen Trainerarbeit. Auf die Uhr schaut dafür keiner der Vier, eine 40-Stunden-Woche kennen sie nicht. „Im Sport zählt man keine Stunden. Da müssten wir wahrscheinlich donnerstags aufhören zu arbeiten“, meint Manuel Hartmann. Siege helfen natürlich, motiviert zu bleiben, ergänzt Michael Döring: „Wenn wir immer verlieren würden, wär das vielleicht anders.“ Denn das Team muss natürlich die Qualität haben, was aus der Theorie zu machen, weiß auch Statistiker Garbe (53) um die Grenzen seiner Daten: „Am Ende stehen da sechs Mädels auf dem Feld, die das umsetzen müssen, sonst bringt die beste Vorbereitung nichts.“

Für eine Männermannschaft würden sie sich diese Arbeit definitiv nicht machen, sind sich die Techniker und Strategen einig – das wär verlorene Liebesmüh: „Bei den Männern läuft das Spiel zu 80 Prozent über die Physis, da wird halt draufgehauen. Mit Taktik ist da nicht viel auszurichten. Bei Frauen hingegen gibt es kaum eine Situation, auf die man nicht reagieren kann.“

 

Quelle: SSCPalmberg Schwerin

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